Schulz-Effekt weiter rückläufig: SPD fällt weiter, Union gewinnt

SPD fällt unter 30%, Union wieder bei 36% - AfD nach Führungsstreit nur noch einstellig

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nach einer von der GMS vom 30. April bis 03. Mai 2017 durchgeführten Repräsentativumfrage mit 1.004 Befragten 36% der Wähler für die Union entscheiden. Die SPD erreicht 29%, während die AfD mit 9% vor der Linken mit 8%, sowie vor den Grünen und der FDP (jeweils 7%) liegt. Die sonstigen Parteien spielen mit zusammen 4% keine Rolle.

Mit 35% liegt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen weiterhin deutlich über dem Nichtwähleranteil von 28,5% bei der letzten Bundestagswahl.


Im Vergleich zur letzten GMS-Umfrage im März verlor die SPD 2 Prozentpunkte und fällt auf 29%. Sie bleibt damit weiter klar hinter der Union, die im Gegenzug 2 Prozentpunkte hinzugewinnen kann. Die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu, während die Grünen einen Prozentpunkt verlieren. Die Werte der Linken und der AfD bleiben unverändert.


Die mitunter geäußerte Befürchtung, dass der Hype um den neuen SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz nicht bis zur Bundestagswahl im September trägt, scheint sich immer mehr zu bestätigen. Die Union konnte im Vergleich zum Vormonat ihren Vorsprung vor der SPD weiter ausbauen und auf sieben Prozentpunkte vergrößern. Bisher nicht bestätigt hat sich allerdings die Ansicht, dass der AfD nach ihrem jüngsten Führungsstreit ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde drohen könnte. Zwar sind zweistellige Umfrageergebnisse derzeit wohl nicht mehr möglich. Dennoch behauptet sich die Partei weiterhin trotz aller internen Querelen knapp unterhalb der Zehn-Prozent-Marke.


Die veröffentlichten Umfragezahlen beziehen sich auf eine repräsentative telefonische Umfrage der GMS Dr. Jung GmbH, die diese im Zeitraum vom 30. April bis 03. Mai 2017 bundesweit bei 1.004 Wahlberechtigten durchgeführt hat.

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