AfD nur noch knapp vor Die Linke und Grünen

Außer für Große Koalition keine Mehrheiten für realistische Regierungsbündnisse

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nach einer von der GMS vom 27. Oktober bis 2. November 2016 durchgeführten Repräsentativumfrage mit 1.012 Befragten 33% der Wähler für die Union entscheiden. Die SPD erreicht 22%, während die AfD mit 12% nur noch knapp vor den Grünen und der Linkspartei mit jeweils 11% liegt. Die FDP erzielt 7% und überspringt unverändert deutlich die 5%-Hürde. Die sonstigen Parteien spielen mit zusammen 4% keine Rolle.

Mit 39% liegt der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen erneut deutlich über dem Nichtwähleranteil von 28,5% bei der letzten Bundestagswahl.

Im Vergleich zur letzten GMS-Umfrage Mitte Oktober kann Die Linke ihr Ergebnis erneut verbessern (+1%). Auch die SPD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu. Im Gegenzug verlieren Union, AfD und Grüne jeweils −1%. Das Ergebnis der FDP bleibt erneut unverändert.

Nach den relativ großen Veränderungen des politischen Stimmungsbilds infolge der Flüchtlingskrise haben sich die die Stärkeverhältnisse für die einzelnen Parteien seit dem Sommer 2016 praktisch nicht mehr verändert: Union und SPD verharren bei knapp über 30% bzw. über 20%, AfD, Grüne und Die Linke bei bzw. etwas über 10%. Auch die FDP bleibt deutlich und stabil über 5%. Im Ergebnis zeichnet sich damit bei gleich bleibender Situation eine schwierige Regierungsbildung in einem Sechs-Parteien-Parlament ab, bei der es zu einer Fortführung der Großen Koalition, die von den amtierenden Regierungsparteien nicht angestrebt wird, derzeit keine realistischen Alternativen gibt.

 

Die veröffentlichten Umfragezahlen beziehen sich auf eine repräsentative telefonische Umfrage der GMS Dr. Jung GmbH, die diese im Zeitraum vom 27.Oktober bis 2. November 2016 bundesweit bei 1.012 Wahlberechtigten durchgeführt hat.

Dokumente zum Download (Zeitreihenvergleiche):

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