Heimatgefühl und Leben in Bayern

Hanns-Seidel-Stiftung stellt Generationenstudie 2009 vor

München (ots) - Die Hanns-Seidel-Stiftung untersucht seit einem Jahrzehnt zusammen mit dem Institut GMS Veränderungen von Stimmungen und Meinungen über das Leben in Bayern. Repräsentative Ergebnisse liegen sowohl nach Altersschichtungen (generationenspezifisch) als auch regionalen Aspekten auf Bezirksebene vor.

Bei einem Vergleich mit der 2003 durchgeführten Generationenstudie ergeben sich teils erhebliche Veränderungen. So wird wesentlich häufiger angegeben, dass der Grundsatz "Leben und Leben lassen" in Bayern ganz besonders gilt: 76% (+14% gegenüber 2003), dass mehr Wert auf Nachbarschaft gelegt wird: 65% (+10%) und dass die Kirchen für den Erhalt der Traditionen wichtig sind: 78% (+9%).

Stolz oder sehr stolz auf Bayern sind die Befragten wegen der schönen Landschaften (91%;+0% gegenüber 2003), wegen der lebendigen Traditionen (81%;+4%) oder wegen der wirtschaftlichen Erfolge (79%;+11%) bzw. der wissenschaftlichen Leistungen (79%;+8%).

Die Bayern besitzen ein stark ausgeprägtes Wir-Gefühl. Die 2009 deutlich häufiger bejahte Spitzenposition Bayerns vor anderen Ländern (61%;+11% gegenüber 2003), die in erster Linie mit dem Zustand von Wirtschaft und Arbeitsmarkt (61%;+20%) verbunden wird, führt zu der Sichtweise, dass Bayern das ihm zukommende politische Gewicht innerhalb der deutschen Länder besitzt.

Bayernweit wurden 1.853 Personen in der Zeit vom 27. Mai bis zum 17. Juni 2009 vom Institut GMS im Auftrag der Hanns-Seidel-Stiftung befragt. Die Ergebnisse hat GMS-Geschäftsführer Dr. Helmut Jung am 20. Oktober 2009 in München vorgestellt. Der 68-seitige Untersuchungsbericht dokumentiert diese Ergebnisse aufgeschlüsselt nach bayerischen Regierungsbezirken sowie den Generationen der jungen (16-34), mittleren (35-59) und älteren Jahrgängen (60+). Er kann unter www.hss.de/publikationen.html heruntergeladen werden.